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  Tzschocha1944
 
Das Geheimnis der Codes

Das Kryptologen-Team der „Pers Z” entwickelte eine Rechenmaschine, die die russischen Einmal-Codes knacken konnte. Das Projekt überragte die Enigma technisch und technologisch.

Im Schloss Tzschocha gibt es bis heute umfangreiche geheimnisvolle Katakomben. Wenn es den Wissenschaftlern gelingt in das bislang unbekannte Tunnel- und Stollensystem einzudringen, könnte es eine große Sensation geben. Warum? Weil im Sommer 1944 ein Kryptologen-Team der geheimen Organisation „Pers Z” in das nur hundert Kilometer entfernte Jelenia Góra kam. Sie wurden wegen der Gefahr von Luftangriffen auf persönlichen Befehl von Adolf Hitler aus Berlin evakuiert. Das Team entwickelte eine Rechenmaschine, die die Einmal-Codes der Russen knacken konnte. In Deutschland gab es vielen Kryptologen-Teams, aber es gab nur eine „Pers Z”, der die herausragendsten Experten angehörten. Nur sie waren in der Lage, eine Maschine zu konstruieren, die Einmal-Codes knacken konnte, was damals unmöglich erschien. Das Projekt überragte die Enigma technisch und technologisch.

Eine weitere Evakuierung nach Tzschocha?
Im Februar 1945, als die russische Armee sich Jelenia Góra näherte, wurde das Team von „Pers Z” erneut evakuiert. Diesmal ging es nach Westen, in die Schlösser Zscheppin bei Eilenburg und Naumburg bei Weimar. Vermutlich wurden ein Teil der Experten und die Dechiffriermaschine in das nahe gelegene Schloss Tzschocha gebracht. Das Schloss war gut gesichert und auf die Beherbergung der Experten vorbereitet, da dort bereits seit Monaten eine Gruppe des deutschen Militärabschirmdienstes tätig war. Zur selben Zeit brachen von Paris aus sieben Gruppen der Organisation TICOM unter der Leitung des amerikanischen Kryptologen Howard Campaigne auf. Sie bewegten sich mit den in die Tiefe des Reiches vorstoßenden alliierten Truppen und suchten nach Kryptologen, Chiffren und vor allem Geräten, wie der von den Genies der „Pers Z” entwickelten deutschen Dechiffriermaschine. Den Amerikanern war das Schloss mit den Kryptologen und dem Archiv in Ostdeutschland bekannt. Es gilt als nahezu sicher, dass es sich um Tzschocha handelt. Doch die Dechiffriermaschine mit dem Decknamen „Schwertfisch” war dort nicht aufzufinden. Die Amerikaner gelangten zum Schloss und konnten die deutschen Kryptologen und Unterlagen herausschaffen zwei Tage bevor die Rote Armee anrückte. Einige Zeugen in Niederschlesien meinen, sie hätten amerikanische gepanzerte Fahrzeuge in der Gegend um ¦wieradów Zdrój gesehen. Vermutlich handelte es sich um das amerikanische Spezialkommando zur Übernahme der Kryptologen der „Pers Z”.

Schwertfisch aufgefunden
Die Amerikaner erfuhren vermutlich zu diesem Zeitpunkt wohin „Schwertfisch” verbracht wurde. Kurz danach fanden Mitarbeiter der TICOM die Maschine im Alpenvorort Rosenheim und bargen 53 in Ruinen verborgene Kisten. Die Maschine wurde ins britische Bletchley Park gebracht, wo eine Kopie angefertigt wurde. Anschließend brachte man sie in die USA und installierte sie in der Vint Hill Farms Station – einer geheimen Spionageeinrichtung.

„Schwertfisch” enttarnt die Spione von Los Alamos
1949 wurden codierte russische Depeschen von amerikanischen Abhörstationen abgefangen. Ihre Analyse offenbarte Informationen von höchster Bedeutung für die USA. Es stellte sich heraus, dass zahlreiche amerikanische Wissenschaftler und Techniker, die an der Atombombe arbeiteten über Jahre die geheimsten Informationen an die Russen weitergegeben haben. Die einen taten es für Geld, andere aus ideologischen Gründen. Die Spione übermittelten die Informationen an russische diplomatische Einrichtungen. Von dort wurden sie mit Diplomatenpost oder mit den Einmal-Codes chiffriert per Funk nach Moskau übermittelt. Das FBI bekam auf diesem Weg die Beweise, das die wichtigsten Wissenschaftler die Verräter sind: Fuchs, Hall, Sax. Verdächtigt wurden auch jene, die das Meiste für die Atombombe getan haben: Oppenheimer, Pontecorvo und Fermi. Das Paradoxe war, dass Amerika die Spione dank einer deutschen Maschine enttarnen konnte.

Eine unbequeme Wahrheit?
Die Information, dass der deutsche Intellekt geholfen hat, die Wahrheit über russische Spionagetätigkeiten kennen zu lernen, durfte nicht verbreitet werden. Das Verdienst, den Code geknackt zu haben wurde offiziell Meredith Gardner zugesprochen, einem genialen Kryptologen der ASA. Den „Fisch Schwert” wagte niemand zu erwähnen. 1949 verriet William Weisband, ein von den Russen zwei Jahre zuvor abgeworbener Kryptologe der ASA, für eine halbe Million Dollar, dass „Fisch Schwert” existiert. Er hatte Glück, dass die Sache so geheim war, dass ihm nicht einmal ein Prozess wegen Verrates gemacht wurde, er wurde unter einem anderen Vorwand einzig zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Heute ist es bereits eine sehr alte Geschichte. 1992 verlängerte der Direktor der NSA die Geheimhaltungszeit für alle Dokumente bezüglich der TICOM und des ”Fisch Schwert” bis zum Jahr 2012. Vielleicht werden wir in einigen Jahren die Wahrheit über die herausragenden deutschen Kryptologen und ihren Aufenthalt auf Burg Tzschocha kennen lernen.

Wernher von Braun und das elektromagnetische Feld.
Im Schloss hielt sich ebenfalls ein anderer herausragender „Amerikaner” auf, dem die USA zu verdanken haben, dass Menschen auf dem Mond landen konnten. Es war der Breslauer Wernher von Braun – der Konstrukteur der Raketenaggregate für die V-1 und V-2. Im Schloss Tzschocha führte man vermutlich geheime Forschungen zu Uranantrieben durch – der Rohstoff wurde ähnlich wie das sog. „schwere Wasser” aus dem nahe gelegenen Kowary geliefert. Ein weiteres Geheimnis ist die unterirdische Fabrik „Gemma Werke” im nahe gelegenen Lubañ. Die Deutschen haben dort Forschungen zu starken elektromagnetischen Feldern durchgeführt. Diese deutschen Vorreiter der Radartechnik haben nicht nur die Radargeräte FREYA konstruiert, sondern auch überaus geheimnisvolle Experimente gemacht. Sie beruhten auf starken elektromagnetischen Feldern, so dass Fahrzeuge die auf der Straße von Lubañ nach Görlitz fuhren in der Nähe der Werke ... von alleine stehen blieben.

Waldemar Gruna

Zahlreiche amerikanische Wissenschaftler und Techniker, die an der Atombombe arbeiteten, haben den Russen über Jahre die geheimsten Informationen weitergegeben. Dank einer deutschen Erfindung konnten sie enttarnt und verurteilt werden.
 
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